Restaurant Krone im Wandel der Zeit
(Quellen; Spruchbuch deutscher Lande, Staatsarchiv Bern, Grundbuchamt Burgdorf)
Der Schlossherr zu Hindelbank, Hieronimus von Erlach, zur Zeit Schulthess der Stadt und Republik Bern, lies 1727 nahe der Strasse und am Wald ein Pintenschenkhaus mit zugehörender Landwirtschaft bauen. Sie wurde damals "WALDSCHENKE", und später "HOLZPINTE" genannt. Nach mündlicher Überlieferung diente sie dem Schlossherrn als Jagdhaus. Er konnte wohl von da seine Jagd- und Wildbestände besser beobachten und auf die Pirsch gehen. Im Sommer spendete der nahe Wald Schatten und Erfrischung. Auch der kühle Wein war bald zur Stelle. Die Pintenschenke blieb im Besitz der Familie Erlach. 1789 wurde sie vererbt an den wohledelgeboren Carl-Ludwig von Erlach, Mitherr zu Hindelbank.
"..., dass die Herrschaft Hindelbank seit mehr als hundert Jahren eine Pintenschenke besitze, dazu aber keine schriftliche Bewilligung in Händ' habe...", so ersuchte der "ausser geliebte General Carl-Ludwig von Erlach", bei der Obrigkeit um eine Bewilligung des Pintenschankrechts .Dem Begehren des Generals wurde entsprochen!
"Wir, Schulthess und Rath der Stadt und Republik Bern, tun kund und erteilen zu fernerem ungestörten Genuss dieser Pintenschenk-Rechtens zu Hindelbank benötigte Concession. (In Kraft geben 28. Nov. 1796)"
Nach dem Tode des Generals 1798 ging die Waldschenke in den Besitz der Wwe. Frau von Erlach, von Muralt, über. Im Jahre 1806 verkaufte die Witwe mit dem Einvernehmen ihres Beistandes Karl-Viktor von Erlach, die Schenke an Chr. Lüthi, Langnau und den Jakob Iseli von Aefligen.
1850 erward Bend. Aeberhard von den Holzmühle die Holzpinte, wie sie genannt wurde. Seine Söhne, Joseph, Jakob und Johann Aeberhard erbauten 1882 neben der Holzpinte ein neues Haus, das Restaurant "KRONE". Nun konnte die Gastwirtschaft und die Landwirtschaft besser betrieben werden.. Neben dem Restaurant wurde eine Kegelbahn eingerichtet. Die älteren Hindelbanker benennen das Rest. Krone noch hie und da als "Holzpintli". Die Schützengesellschaft, die Musikgesellschaft und die Hornussergesellschaft erkoren die Krone zu ihrem Stammlokal.
In den 1960er Jahren wurden wegen seiner Lage an der Bern-Zürich-Strasse vor dem Restaurant grosse Parkplätze errichtet, welche als Ruheplätze für Lastwagen und Fernlastenzüge dienen.
